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"Call to serve" Unify-Konferenz 2018

Ein Bericht von Janek Tillmann Grün, der im Auftrag des CVJM Mannheim auf der UNIFY-Konferenz 2018 in Rumänien war

 

Was ist die UNIFY-Konferenz?
Die UNIFY Konferenz könnte man kurz gesagt als Europäische CVJM Konferenz verstehen, mit dem Ziel, YMCA’s zu vernetzten, verbinden und den geistlichen Austausch mit einander zu fördern. Sie findet alle 2 Jahre statt. Dieses Jahr hat diese Konferenz in Cluj Napoca, Rumänien stattgefunden und es haben sich unterschiedliche CVJM-ler aus ganz Europa zusammengefunden.

 


Was macht man da eigentlich?
Die UNIFY hat verschiedene Anliegen. Zum einem steht der geistliche Austausch und die Förderung auf dem Programm. Lobpreis-zeiten, Inputs zum Thema „Dienen“ und ein gemeinsamer Start in den Tag in sogenannten „Sharing Groups“. Im Mittelpunkt steht ganz klar die Einheit vor Christus. Im Joh. Evangelium heißt es: „Auf das sie alle eins seien […]“(was ja auch die CVJM-Weltbund-Losung ist) und auch die Pariser Basis sagt dies im Endeffekt aus. Diese gemeinsame Grundlage stand stets im Vordergrund, besonders wenn wir des Öfteren gemeinsam das Vaterunser gebetet haben. Hierbei war besonders, dass alle dieses Gebet in ihren eigenen Sprachen laut sprachen.


Wer nahm an der Konferenz teilhat an der Konferenz teilgenommen?
Von Deutschland aus waren Vertreter aus dem CVJM Bayern, CVJM Sachsen und auch aus dem Schwabenland dabei. Eine große Anzahl an Leuten kam aus England, sowie aus Österreich und der der Schweiz. Weitere Herkunftsländer waren beispielweiße Weißrussland, Georgien und Rumänien. Also eine sehr bunt gemischte Gruppe, auch was Haupt- und Ehrenamt betrifft. Verständigt hat man sich meist auf Englisch.


Was sind wichtige Programmpunkte und wichtige Erkenntnisse?
Die Programmpunkte waren auf das Hauptthema „Call to serve“ (=(=Berufen zum Dienen)), ausgelegt. Sehr interessante Gedanken gab es hierbei, sowie viele neue Eindrücke zu verschiedenen Möglichkeiten zur Vernetzung. Erkenntnis war für mich persönlich vor allem: Egal aus welchem Land man kommt, wir sind eins vor Christus. Auch wenn die Sprachbarriere das eine oder andere Mal etwas im Weg stand, so konnten wir uns doch meist gut austauschen und miteinander vor Gott treten. Natürlich sind die einzelnen Einsatzbereiche der CVJMs von Land zu Land sehr unterschiedlich und auch die Mentalität ist verschieden (gerade im Hinblick auf Deutschland), jedoch ist es im Kern der Arbeit doch relativ gleich: „Wenn zwei oder mehr in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen“. Wir sind eins in Christus, wir gehören zu einer großen Familie. Keine Katholiken, Evangelische, Baptisten, Charismatiker, Freie Evangelische oder Sonstiges. Natürlich hat jeder seinen Zugang und es gibt gewisse Unterschiede, doch sollten wir niemals vergessen, dass wir ein Leib in Christus sind.


Was gibt es aus dem Land an besonderen Eindrücken zu berichten?
Wir waren in der Stadt Cluj-Napoca in einem Hotel untergebracht, eine Stadt mit knapp 300.000 Einwohner, also in etwa so groß wie Mannheim. Die Stadt an sich unterscheidet sich im Groben nicht sonderlich von anderen großen Städten in Deutschland. Ich glaube, wenn ich die Sprache beherrschen würde, würde ich mich dort gar nicht so fremd fühlen. Natürlich gibt es landestypische Unterschiede, zum Beispiel im Essverhalten. Morgens beim Frühstück hätte ich gerne etwas Süßes gegessen, doch war das Buffet meist herzhaft ausgelegt. Ein weiterer Aspekt war, das Nähe-Distanz-Verhältnis zwischen Männern und Frauen. Im Gegensatz zu Deutschland, wo man sich eher distanzierter verhält, verfügen die Rumänen über einen lockeren Umgang bzw. eine auf körperliche Nähe basierende Begrüßungskultur.

 

 


Spannend war hier eher der Ausflug zu einem Sinti/Roma Dorf am Rande der Stadt. Dieses ist nahe einer großen Müllhalde gelegen, in der viele auch arbeiten. In diesem Dorf haben wir ein Projekt für Kinder und Jugendliche besucht und live miterlebt. Die Kinder waren sehr offen und nett. Mit einigen konnten wir uns dank Übersetzung auch unterhalten. Umso trauriger war es zu hören war, dass diese in ihrem eigenen Land massiv missachtet und benachteiligt werden. Auf der einen Seite die große Stadt mit viel Multi Kulti und einem ziemlich guten Lebensstandard, auf der anderen Seite Müll, schlechte Luft, streunende Hunde und Plumpsklos. Auf den ersten Blick kein großer Unterschied zu Deutschland, doch schaut man mal an den Rand der Stadt oder spricht mit den Leuten, so merkt man wie gespalten das Land doch ist.

 

 

 


Mein persönliches Highlight:
Noch bevor die Konferenz begann, hatte ich die Möglichkeit, an einem Roadtrip teilzunehmen. Von Cluj-Napoca ging es morgens mit dem Auto in die Stadt Bistrita und abends zurück. Wir waren für knapp 2 Stunden auf der Landstraße unterwegs im Land. Von kleinen Dörfern mit Pferdekutschen zu großen Landstrichen und wieder zurück zur Stadt, ein Tag voller Eindrücke und Erlebnisse. Dies war für mich mein persönliches Highlight, da ich so das Land viel besser erkunden und kennerlernen konnte.

 

 

Ausblick? Was gibt es noch?
Im August findet die „Youth UNIFY“ statt, im Prinzip eine ähnliche Konferenz, nur eben für Jugendliche und junge Erwachsene (16-25 Jahre). Sehr zu empfehlen, im Übrigen findet diese in Polen statt. Nächstes Jahr im Sommer ist zudem ein großes Event zum Anlass des 175-Jährigen Bestehens des CVJM in England geplant. Schon jetzt laufen hierzu die Planung und Gestaltung auf Hochtouren.

 

Abschließend lässt sich sagen, dass sich die Unify-Konferenz auf jeden Fall gelohnt hat, denn sie gibt Anregungen und Impulse für den eigenen Glauben aber auch für unterschiedliche Bereiche des CVJM. Der Austausch mit anderen CVJM-ern aus ganz Europa ist sehr wertvoll und bereichernd.